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Mittwoch, 12. Dezember 2012

eine wahre Geschichte, die kleine Krümel

eine wahre Geschichte,
die ich über facebook und über meine schon inzwischen jahrelange Freundschaft zu Kathrin Müller mit erlebt habe, sie hat es so liebevoll in ihrem blog geschrieben, dass mir die Tränen kamen.
Es ist ein wahre Geschichte und ich bin DON , ihrem Goldendoodle dankbar, dass er ungehorsam war.
Lest selber, ich darf die Geschichte für euch bei Kathrin kopieren, ich finde, sie passt zur Weihnachtszeit und überhaupt...
geschrieben von Kathrin Müller:

Foto: Kathrin Müller

"Die Krümel aus dem Gras

Es ist jetzt schon zweieinhalb Monate her,
es war genau am 1. Oktober dieses Jahres,
 da ging ich mit meinen Jung´s die Frührunde um den See.
Von der Leine gelassen, toben sie sich dort den Schlaf aus den Gliedern
und wir atmen gemeinsam die frische Morgenluft. Manchmal scheuchen
 sie eine noch schlaftrunkene Amsel von ihrem Zweig, stürzen sich zu einem morgendlichen Bad,
 zum Ärgernis der Enten in den See oder stöbern einen Igel auf.
An diesem Tag aber, da war etwas anders.
Don und Barney liefen wie immer durch das hohe Gras und den Schilfgürtel
um ihre Hundezeitung zu lesen.
An einer Stelle schnüffelten sie und waren sehr unruhig.
Ich rief sie zu mir, Barney kam  nach einigem zögern zu mir, um dann gleich
 wieder zu Don zu laufen. Dieser sah mich fragend an und schnüffelte
 aufgeregt weiter. Ich rief sie wiederum zu mir, Barney kam , Don nicht ...
So reagieren sie sonst nicht und ich ging schon etwas ärgerlich zu ihnen hin,
 um zu sehen was sie da gefunden hatten.
Don blickte zu mir auf und dann wieder auf etwas nasses Schwarzes
 dort im Schilfgürtel.
*Toll*, dachte ich;* wegen einer toten Amsel so ein Aufriss!*
 Ich stieß mit dem Fuß gegen,
 um die vermeintlich tote Amsel etwas weiter zu befördern.
 Da hob dieses schwarze Ding den Kopf
 und hatte zwei Knopfaugen und ein Näschen.
Jedenfalls sah das nicht nach einem Vogel aus! Katze? Hund?
Dieses kleine Ding war nass und schmutzig, voller Kot und Dreck.
 Als ich es vom Boden aufhob sprangen mich schon Flöhe an.
Ich ließ die Hunde das Gelände nach weiteren möglichen Welpen absuchen

 und schaute selbst, ob da noch irgendwo eine Plastetüte oder ein Karton war.
Nichts!
Nach einem Blick unter den Bauch  wusste ich was ich da in den
 Händen hielt...ein kleines  Hundemädchen!
Ich steckte das Tierchen in eine Plastetüte
 (welche ein ordentlicher Hundebesitzer immer bei sich führen sollte :-)  )
und ab nach Hause.
Mein Herz schlug mir bis zum Hals, und auf dem Heimweg machte
 ich mir allerlei Gedanken, wo dieses kleine Ding herkam und wer es dort ausgesetzt hatte.

Wie aber kam die Kleine dahin?
Nach vielen Mutmaßungen kamen wir später zu dem Schluss,
das ihre möglichen Geschwister in den dortigen See entsorgt wurden.
Wahrscheinlich hatte man sie dort reingeschmissen,
 weil sie alle krank waren und die Kleine hatte Glück,
 das ihr Flug vom Schilf abgebremst wurde und sie im Gras landete

Zu Hause angekommen, erst mal der Griff zum Flohshampoo
um den Welpen von Schmutz, Gestank und seinen Untermietern zu befreien.
Ich habe mich noch nie so vor einem Tier geekelt!
Ich habe die toten Flöhe in meinem Waschbecken nicht zählen wollen,
 aber ich schätze, es waren mehr als 30.
Nach dem dritten Waschgang war das Wasser dann einigermaßen klar.
Frottiert und geföhnt, kringelten sich Löckchen im Fell.
Sie war kaum größer als mein Handteller und leicht wie eine Feder.
Da sie sehr schnell atmete, hustete, die Rippen und die Wirbelsäule
 zu fühlen waren und auch sonst sehr apathisch wirkte,
 rief ich erst mal in der Tierarztpraxis an.
Durch meinen Post auf Facebook  versetzte
 ich auch gleich Freunde und Familie mit in Aufruhe.
Dann meinen Mann, denn ich hätte ab Mittag arbeiten müssen.
Ich war so aufgeregt und faselte am Hörer wohl etwas wild durcheinander.
Jedenfalls war das Hauptschlagwort TIERARZT und er nahm an,
das einem von unseren Tieren was passiert wäre.

Ich dann mein Fahrrad gesattelt, die Kleine warm eingepackt
und ab zum Arzt.
Dort wurden wir auch gleich ins Sprechzimmer geholt
und die Kleine untersucht.
...unterernährt, Flöhe, Milben, beginnende Lungenentzündung,
vermutlich Herzfehler, geschätztes Alter ca. 6-8 Wochen!
Da es sich um ein Fundtier handelte, hätte ich die Kosten
 für die tierärztliche  Behandlung nicht übernehmen brauchen.
 Dazu hätte ich zur Polizei, Ordnungsamt ,Fundbüro und Tierheim gemusst,
 um dort etliche Formulare auszufüllen und da wären
 ja noch drei Tage ins Land gegangen.

Um  86.- Tacken leichter, dafür aber mit der Kleinen,
 Medikamenten und Welpenersatzmilch im Fahrradkorb
 fuhr ich nun meinen Hunde-Mutterpflichten entgegen.

Telefon, Internet...von überall wurden Informationen eingefordert
wie es der Kleinen geht, was sie macht und auch Angebote sie zu nehmen.
Da abzuschätzen war, das sie ausgewachsen keine Doggengröße erreicht,
 beschlossen wir, das sie bei uns bleiben durfte.
Rudelmitglied Nr. 4
Da wir so unerwartet in die Hundeeltern-Rolle gestoßen wurden,
hatten wir auf die Schnelle auch keinen Namen für die Kleine parat.
 Auf Grund ihrer Größe, ...nein eher ihrer Winzigkeit nannten wir sie nur
 "KRÜMEL". Ich startete eine Abstimmung nach
 einem Namen für sie und als der Siegername TILLA endlich feststand,
da hatte sich "KRÜMEL" bei allen schon so eingebürgert,
 das wir es dabei beließen.

Zum Glück hatte ich ab dem 3. Oktober Brückentage genommen
und so  genügend Zeit, um mich um die Kleine zu kümmern,
 d.h. alle 4 Stunden Nahrung geben, Wärmflasche tauschen.
Erstaunlicherweise machte sie sich nachts nicht bemerkbar
und schlief gute acht Stunden durch.
Ein paar Tage später hatte sie sich schon gut erholt und
 aus dem kleinen kranken Dingelchen wurde ein putzmunterer Hundewelpe,
 der mit allen Sinnen die Welt entdeckt.

Barney, unser Border Collie, übernahm die Rolle als Kindergärtner.
 Er animiert sie zum Spiel und sie darf auf ihm rumklettern.
Don, betrachtete alles erst mal mit Abstand. Das war was Fremdes
 und konnte es nicht zuordnen, jetzt aber nach der ganzen Zeit
 darf sie auch mal mit ihm spielen. Sogar unsere Omi,
 Rudelchefin Lana, lässt sich manchmal gnädig herab und nimmt am Spiel teil.

Ein großes Rätselraten besteht natürlich
noch um ihre hündische Abstammung.
Das lockige Fell lässt einen Pudel-Ahnen vermuten,
 aber ihre lange spitze Schnauze und ihr eines Ohr,
 welches sie ab und zu keck aufstellt?

...ach, ist ja auch egal!
Auf alle Fälle ist sie voll und ganz ein HUND!"

Kommentare:

  1. Heul,sag was sind das für Menschen..unglaublich.
    Ähnliches hat meine Freundin mit ihrer Katze erlebt, entsorgt ,im Stoffbeutel ,hängengeblieben am Baumstamm ,so wurde wengistens ein Katzenleben gerettet..sollte Kathrin Müller meinen Kommentar lesen..dann dank ich ihr und ihren Hundeschutten das sie dieser kleinen Hundeseele das Leben gerettet haben und ihr ein liebvolles ZUhause geben,GLG Gisy

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    1. Ja, Gisy, ich habe deinen Kommentar gelesen...DANKE! :-)
      LG Kathrin M.

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  2. Auch Hunde haben einen Schutzengel. Dieser war sehr aufmerksam. Ich kann solche Menschen, die einfach Tiere entsorgen, nicht verstehen. Aber leider gibt es solche Zeitgenossen. Gut dass es auch Menschen gibt die solch einem kleinen Schatz eine zweite Chance geben.

    Liebe Grüße
    Ulrike

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    1. Krümel hatte gleich ZWEI vierbeinige Schutzengel!

      LG Kathrin M.

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  3. immer wieder nicht zu fassen wie Menschen mit Tieren umgehen - zum Glück hat die Geschichte, Dank Kathrin M., ein Happy End
    Krümel wird bestimmt ein schönes Hundeleben genießen können.
    Danke an Kathrin für diese liebevolle Rettung
    viele Grüße von Doris

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    1. Danke Doris!
      Die Kleine macht sich prima und auch gesundheitlich ist alles in Ordnung. Sie genießt ihr kleines Hundeleben und lässt sich von meinen Großen nicht die Butter vom Brot nehmen.

      glg Kathrin Müller

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    2. Hallo Kathrin
      das ist ja so schön - ist das Tier gesund ist es der Mensch auch- oder?!
      Ich musste mich von meiner Sissy am 29.10. dieses Jahr trennen. Sie hat mich 16 1/2 Jahre begleitet. Ich habe sie so lieb und vermisse sie so arg aber umso schöner ist es dann zu hören, dass die Liebe und Freude dann einem anderen Hundeleben geschenkt wird.
      Ich freue mich für Krümel und für euch alle.
      viele Grüße von Doris

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